Rennbericht Norisring
Mit einem dritten und einem fünften Platz hatte Robert Lukas bei den letzten beiden Rennen des Porsche Carrera Cups konstant gut vorgelegt. Entsprechend hoch waren die Erwartungen seines Team FÖRCH Racing für den Norisring, wo das Rennen im Rahmen der DTM am 4. Juli ausgetragen wurde.
Zwar lief das Qualifying auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg nicht 100% rund, doch konnte Lukas immerhin einen achten Startplatz herausfahren. Der Mann ist eine echte Kämpfernatur und für Aufholjagden geradezu prädestiniert“, so FÖRCH Geschäftsführer Michael Holböck, der gute Kunden seines Hauses und verdiente Mitarbeiter eingeladen hatte, mit ihm das einmalige Flair des Norisrings zu genießen. Dass Lukas seine Ausgangsbasis aus dem Qualifying durchaus noch in einen Podestplatz hätte verwandeln können, bewies sein Rennen in Valencia, wo er sich um stolze fünf Plätze vorarbeitete und am Ende erstmals auf dem Podium stand.
Der 22-Jährige musste jedoch lernen, dass der Norisring, der nur temporär als Rennkurs genutzt wird und sonst ein Parkplatz und Freizeitareal ist, mit harten Bandagen kämpft. So wird die Strecke in einigen Bereichen von historischen Steinmauern begrenzt, von denen ihm eine zum Verhängnis wurde. Bereits nach 300 Metern, kurz vor Passieren der Grundigkehre, wurde Lukas vom Feld an einen Wall gedrückt, worauf es nach einem Ventilschaden zu einem Reifenplatzer und einem leichten Einschlag mit dem Heck kam. Zwar konnte der Pole noch die Boxengasse erreichen, doch dort zeigte sich, dass nicht nur ein Pneu defekt war: Auch das Fahrwerk hatte gelitten und wies einen erheblichen Schrägstand auf. Da eine Reparatur zu viel Zeit gekostet hätte, entschied sich FÖRCH Racing schweren Herzens dafür, den GT3 Cup mit der Startnummer 9 aus dem Rennen zu nehmen.
Kaum besser lief es für seinen Landsmann und Teamkollegen Stefan Bilinski. Nach einem unglücklichen Qualifying musste er aus der hintersten Reihe starten. Zwar gelang es ihm, sich aus dieser "misslichen Lage“ zu befreien, doch mehr als Platz 15 war am Ende nicht drin. FÖRCH Racing verhandelt im Moment bereits mit einem weiteren Piloten für den Porsche Carrera Cup, der Bilinski möglicherweise ersetzen könnte. Aus sportlicher Sicht war das Rennen für FÖRCH Racing somit zwar suboptimal gelaufen, doch als Event für Kunden und Mitarbeiter war es ein voller Erfolg. Ich konnte zahlreiche gute Gespräche führen und stellte erneut feststellen, dass die Atmosphäre des Norisrings einfach unvergleichlich ist und die Zuschauer unvermeidlich in ihren Bann zieht.“